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27. Mai 2008

Auf Plastiktüten ganz verzichten

Obwohl sie in den Geschäften oft bezahlt werden müssen, werden laut Umweltbundesamt jährlich mehr als fünf Milliarden Plastiktüten für den deutschen Markt hergestellt. Das sind im Schnitt 65 Tüten pro Person und Jahr. Auch als Müll- oder Frischhaltebeutel findet man Tüten aus Polyethylen in fast jedem Haushalt.  Dabei vergeuden die aus Erdöl hergestellten Tüten nicht nur Ressourcen. Sie belasten auch in anderer Beziehung die Umwelt, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Plastiktüten sind biologisch nicht abbaubar, alte Tüten werden verbrannt. Dabei werden klimaschädliche und giftige Substanzen wie Formaldehyd und Phenole freigesetzt. Hinzu kommen unzählige Tüten, die falsch entsorgt werden und als Müll in der Natur zurückbleiben. Und Plastik verrottet nicht.

Der Plastikmüll gefährdet auch viele Tiere an Land und im Wasser. Meerestiere oder Seevögel ersticken an Plastikresten. In England, Australien, San Francisco, Tansania und Ruanda sind Tragetaschen aus Polyethylen mittlerweile verboten.

Der BUND rät,  Stoffbeutel statt Plastiktüten zu nutzen. Stofftaschen sind belastbarer und können viele Jahre wiederverwendet werden.  Es gibt in manchen Drogerien auch kompostierbare Tüten aus Cellulose und Stärke. Allerdings enthalten auch diese einen geringen Anteil einfacher Polymere, die im Kompost als gefährliche Kleinstbestandteile zurückbleiben. Die Öko-Bilanz der Alternativen fällt im Vergleich zu Plastiktüten immer besser aus: Der Wasserverbrauch und die Freisetzung von Treibhausgasen sind bei Herstellung und Entsorgung wesentlich geringer als bei Kunststoffbeuteln.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: Mai 2008

 




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