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1. September 2007

Nisthilfen für Vögel

Im Frühling machen sich Vogelpärchen aller Art auf die Suche nach geeigneten Nistplätzen. Doch weil in Parks und Wäldern alte und morsche Bäume abgeholzt werden, Kopfweiden und Streuobstwiesen vielerorts verschwinden und neue Häuser immer geschlossener gebaut werden, fehlt vielen Vögeln Platz zum Nestbau.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt, natürliche Nisthilfen zu schaffen. Stachelige Büsche wie Schlehe, Brombeere oder Wildrose bieten Vögeln eine sichere Möglichkeit, ihre Küken großzuziehen.

Ist das Anpflanzen von Hecken und Gebüschen nicht möglich, sind auch künstliche Nisthilfen sinnvoll. Sie können entweder selbst gebaut oder in Baumärkten und bei Umweltgruppen kostengünstig erworben werden.

Die Größe des Einflugloches und die Form des Nistkastens bestimmen, welche Vogelart sich ansiedelt. Der BUND empfiehlt, nicht nur die typischen Meisenkästen aufzuhängen, sondern auch speziellere Nisthilfen für andere Vogelarten.

So benötigt etwa der Baumläufer einen direkt am Baum angebrachten Nistkasten mit zwei seitlichen Löchern. In Halbhöhlen fühlen sich Grauschnäpper, Haus- und Gartenrotschwanz wohl. Der seltene Mauersegler benötigt mindestens vier Meter hoch am Haus angebrachte Nistkästen sowie freien Anflug.

Beim Anbringen des Nistkastens ist darauf zu achten, dass er vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und deshalb nach Osten oder Südosten angebracht wird. Er sollte sicher vor Katzen, Mardern und Eichhörnchen hängen. Wichtig ist, dass die Kästen mit einer Leiter gut erreichbar sind, damit man sie im Herbst oder Winter reinigen kann.

Weitere Tipps gibt es zum Beispiel in der Publikation ''Vogelgerechte Nistkästen selbst gebaut" von Hans-Werner Bastian aus dem Franckh-Kosmos Verlag.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: September 2007




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