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Willkommen bei der Kreisgruppe Worms

Geplante Atommüll-Zwischenlagerung in Biblis zu unsicher

01. Mai 2020

Wohin mit dem hochradioaktiven Atommüll, wenn es kein Endlager gibt?

Aufgrund von Sicherheitsmängeln besteht die Gefahr, dass Radioaktivität freigesetzt wird. (Grafik: Niko Martin)

Ein Konzept bis zu einer dauerhaft sicheren Lösung steht weiterhin aus. Trotz großer Sicherheitsbedenken hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) mit Sofortvollzug den Transport und die Einlagerung von 6 CASTOR®28 M-Atommüllbehältern in Biblis genehmigt. Der BUND Hessen hat nun beim Verwaltungsgericht Darmstadt eine Aufhebung des Sofortvollzugs beantragt.
Die Standortsuche des neu geschaffenen Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung steht noch am Anfang und wird Jahrzehnte dauern. Bis dahin sollen weiterhin Zwischenlager die zunehmende Zahl von Castoren aus der französischen Aufbereitungsanlage La Hague oder dem britischen Sellafield aufnehmen. „Diese Zwischenlager sind alles andere als sichere Gebäude. Die Wände sind viel zu schwach und die Castoren könnten auch Probleme mit der Dichtheit haben. Bei einem etwaigen Absturz eines großen Flugzeuges droht eine radioaktive Verseuchung der ganzen Region. Hier muss erheblich nachgebessert werden. Und bis dahin darf kein Gramm Atommüll mehr produziert werden. Die restlichen Atomkraftwerke müssen alle vom Netz. Sie sind gefährlich und überflüssig “, so BUND Worms Vorstandsmitglied Uli Weiß.
Aktuell spitzt sich die Gefahrenlage und auch die juristische Auseinandersetzung zu: Das ehemalige Bundesamt für kerntechnische Entsorgung BfE hatte im Dezember 2019 die Einlagerung von sieben Castoren genehmigt, allerdings für ganz andere Bautypen als jetzt geplant, nämlich V/19 statt nun Typ 28M. Der BUND Hessen geht deshalb gegen die Genehmigung und ihren Sofortvollzug vor, unter anderem weil die Dichtheit der Castorendeckel vom Typ 28M in Zweifel gezogen wird und eine Reparatur im Zwischenlager Biblis nicht möglich ist.
Die BUND Kreisgruppe Worms unterstützt die juristischen Aktivitäten auch finanziell mit 500,-€. Uli Weiß: „Wir können bei solch vielen Unwägbarkeiten keine Eilbedürftigkeit von Castortransporten nach Biblis erkennen. Worms ist ja durch die Nähe zu Biblis unmittelbar von solchen risikoreichen Transporten und Einlagerungen betroffen.“

Weitere Infos unter www.bund-rlp.de und www.bund-hessen.de

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