Lebenswertes Worms? Zukunftsfähiges Deutschland?
Wann bekommt Worms seine Glücksbehörde und wann messen wir unseren Wohlstand in Bruttosozialglück?
Dies sind nur zwei Punkte des interessanten Inhalts der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt", die an diesem Abend von Dr. Erwin Manz, Landesgeschäftsführer des BUND Landesverbandes Rheinland-Pfalz, vorgestellt wurde.
Anschließend berichtete Herr Reinhold Lieser von der Stadtverwaltung Worms über das neue Klimaschutzkonzept der Stadt Worms.
Unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit wurden in 6 Arbeitsgruppen 40 Einzelmaßnahmen erarbeitet, die nun kontinuierlich umgesetzt werden sollen.
Darunter folgende Themen: Klimaschutzbeauftragter, Energiemanagement, effiziente Straßenbeleuchtung, Dachflächenkataster, etc.
Die lebhafte Diskussion, von Herrn Dr. Peter Diehl mit viel Sachverstand moderiert, ließ erkennen, dass ein zukunftsfähiges Worms vielen Bürgern am Herzen liegt - und dass es noch ein weiter Weg dahin ist.
Das heutige Handeln ist eine Investition in unsere Zukunft und damit in unsere Kinder und Kindeskinder.
Lebenswertes Worms? Zukunftsfähiges Deutschland?
Rasanter Artenverlust und dramatischer Klimawandel sind Belege dafür, dass wir über unsere Verhältnisse leben und die Grenzen der ökologischen Belastbarkeit überschreiten. Die Folgen sind auch vor unserer Haustür spürbar.
Am Montag, den 8. Februar, organisiert die BUND Kreisgruppe Worms im Haus zur Münze, Marktplatz 10, ein Vortrag mit anschließender Diskussion. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr und endet gegen 22:00 Uhr.
Dr. Erwin Manz, Landesgeschäftsführer des BUND Landesverbandes Rheinland-Pfalz, stellt die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" vor. Herr Reinhold Lieser von der Stadtverwaltung Worms berichtet über das neue Klimaschutzkonzept der Stadt Worms.
Somit wird an diesem Abend der Bogen von den globalen Herausforderungen zu den lokalen Aktivitäten gespannt. Global denken - lokal handeln.
Eine begleitende Ausstellung "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" ist zu sehen in der Bücherei im Haus zur Münze von Montag, den 1. Februar bis Freitag, den 12. Februar zu den üblichen Öffnungszeiten. Die Ausstellung thematisiert die vier Leitbilder der
Studie: "Gastrecht für alle", "Gesellschaft der Teilhabe", "Die ganze Wirtschaft" und "Ökologischer Wohlstand".
Klimawandel, Hungerkrise, Rohstoffknappheit und Naturzerstörung stehen auf der internationalen Tagesordnung.
Dennoch geht in der Politik, in der Wirtschaft und im Alltag vieles weiter wie bisher: Für Flughäfen werden neue Start- und Landebahnen geplant, neue Kohlekraftwerke sollen gebaut werden und Heizpilze sprießen aus dem Boden. Im Zweifelsfalle sind der Politik die Ankurbelung der Nachfrage und die Interessen der Autoindustrie wichtiger als der Klimaschutz. Und selbstverständlich sollen Lebensmittel, T-Shirts und Turnschuhe wenig kosten. Armut in Entwicklungsländern hin, Umweltverschmutzung in Schwellenländern her. Die Notwendigkeit einer nachhaltigen Politik wird vielfach beschworen - und ungebrochen dem Wirtschaftswachstum Vorrang eingeräumt.
Wir wissen immer mehr und hinken in den Problemlösungen immer mehr hinterher. Deshalb ist ein Kurswechsel nötig. Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte über die Zukunft unseres Landes in einer globalisierten Welt.
Herausgeber der Studie sind der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Brot für die Welt und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED). Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat sie erarbeitet: Wissenschaftlich fundiert, politisch pointiert, handlungsorientiert.
Dr. Erwin Manz wird diese Studie inhaltlich vorstellen, mit dem Schwerpunkt "Energie" und "Klima".
Herr Reinhold Lieser wird anschließend das Ende Januar verabschiedete Klimaschutzkonzept der Stadt Worms präsentieren. Herr Dr. Peter Diehl, Leiter der Rheingütestation und Sprecher des Initiativkreises "Lokale Agenda Worms", wird die Veranstaltung moderieren und nach den beiden Vorträgen sicherlich zu einer interessanten Diskussion überleiten.
Vom Getreidekorn bis zum Brot
Die "Grüne Gruppe" des Ev. Bartimäus-Kindergartens Leiselheim hat ihr großes Projekt "Vom Getreidekorn bis zum Brot", das im Frühjahr mit der BUND-Kreis-Gruppe Worms entstanden war, mit dem Erntedankfest beendet.
Es war wirklich ein langer Weg. Die Kinder brauchten viel Zeit und Geduld bis aus dem Korn ein Getreidehalm entstand, ganz schön starke Muskeln um die Körner aus den Ähren zu dreschen und aus dem Korn Mehl zu mahlen. Schließlich hatten wir viel Spaß, aus dem Mehl ein riesengroßes, lecker schmeckendes Brot zu backen. Wir haben es geschafft!
Zu Beginn am 08.04.2009 besuchte uns der BUND-Aktive und Landwirt Hubertus Assmann. Er erklärte den Kindern viel Interessantes über Getreide, brachte ihnen Gerstenkörner mit und gemeinsam säten wir Sommergerste in vorbereitete Blumenkübel. Schon 9 Tage später wuchsen viele kurze Blätter und ein Monat später waren die Halme 10 bis 33 cm lang. Warum wuchsen manche Halme so langsam? Wir sprachen mit den Kindern darüber und entdeckten, dass unser großer Baum einigen Pflanzen das Sonnenlicht nahm. Es stimmte genau wie Hubertus es uns erzählt hat. Die Pflanzen brauchen gute Erde, genügend Wasser und Sonne als Licht und Wärmequelle. Was die Kinder auch erfahren haben, dass das Getreide auf großen Feldern besser wachsen kann als in unseren Kübeln. Das Dreschen mit "echten" Dreschflügeln hat den Kindern richtig Spaß gemacht, aber die Körner von den Schalen zu trennen war ganz schön schwierig. Am anstrengendsten fanden die Kinder das Mahlen der Körner mit dem Mahlstein von früher. Mit der Kornmühle ging es schon schneller und mit dem Thermomix war unser Mehl ruckzuck zu Mehl gemahlen. War das früher anstrengend!
Unser "super lecker schmeckendes" Brot haben wir mit den Kindern und Eltern des Kindergartens geteilt und waren sehr stolz darauf, dass es uns so gut gelungen ist.
Vielen Dank unserer Kindergartenmama Frau Prior für ihre große Unterstützung und allen anderen, die uns geholfen haben.






